Wieviel Zukunft hat die Schöpfung?

Bald werden es auch die Letzen begriffen haben. So können wir nicht mehr mit unserer Welt umgehen. Der durch die Folgen industrieller Ausbeutung entstandene Klimawandel bedroht bereits jetzt die Gegenwart vieler und die Zukunft aller Menschen. Nach dem Vorbild von Greta Thunberg streiken vielerorts SchülerInnen für die Zukunft. Auch die Kirchen engagieren sich im Namen der Schöpfung für mehr Nachhaltigkeit. Sie tun dies für den Menschen und seine Zukunft, aber eben auch in der Überzeugung, dass die Ausbeutung der Natur und die Missachtung der Mitgeschöpfe mit der Liebe Gottes für seine Schöpfung nicht vereinbar sind.

Im Seminar (Studium Universale der HHU) beschäftigen wir uns mit biblischen Schöpfungsbildern, klassischen theologisch-philosophischen Schöpfungslehren und zeitgenössischen Ausgestaltungen ökologischer Theologie. Geplant ist eine Exkursion zum Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in Düsseldorf. Die EKiR betreibt ein Nachhaltigkeitsmanagement, in dessen Rahmen bereits 2015 vier Bienenvölker auf dem Grundstück des Landeskirchenamts angesiedelt wurden.

Mit dem „Grünen Hahn“ (Bild) gibt es ein kirchliches Umweltmanagementsystem, das in der ganzen Landeskirche ausgeweitet werden soll. Auch wir werden uns damit beschäftigen. Denn wir sind als individuell Handelnde, aber auch als Einrichtung verantwortlich für die Bewahrung der Schöpfung. Als ESG mit eigenem Wohnheim verbrauchen wir Strom, Wasser, Heizenergie und emittieren Treibhausgase. Wie wir das tun, müssen wir dringend überprüfen – so wie jede/r Einzelne von uns.

Ende Juni  wollen wir uns mit euch einen Bioland-Hof anschauen (siehe Programm). Auch wenn wir in unserem Alltag und unseren Veranstaltungen vermehrt auf Bioprodukte und Foodsharing setzen: Es gibt definitiv Luft nach oben! Deshalb laden wir euch ein, euch mit uns auf den Weg zu machen zu mehr Nachhaltigkeit. Damit die Schöpfung viel Zukunft hat!

Nicola Stricker